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PAVILLON AUF DEM KRÖNUNGSHÜGEL

PAVILLON AUF DEM KRÖNUNGSHÜGEL


PAVILLON AUF DEM KRÖNUNGSHÜGEL



Das einzige erhalten gebliebene Barockgebäude des Parks befindet sich 200 Meter vom Schloss entfernt. Antal Grassalkovich I. ließ den sechseckigen Pavillon in den 1760er Jahren erbauen. Die 54 in die Holzverkleidung des Pavillons eingelassenen Ölgemälde zeigten die ungarischen Führer und Könige. Der Großteil der Bilder wurde vernichtet oder ist verschwunden, in den 1980er Jahren waren nur noch die nackten Wände erhalten. Das Gebäude wurde 2002 renoviert. Die Bilderserie wurde mit Fototechnik rekonstruiert.

 

Das einzige erhalten gebliebene Barockgebäude des Schlossparks ist der Pavillon auf dem Krönungshügel mit den Portraits der Führer aus der Zeit der Landnahme und denen der ungarischen Könige. Den sechseckigen, vom Schloss 200 Meter weit entfernt stehenden Pavillon ließ Antal Grassalkovich I. in den 1760er Jahren erbauen. Im 17. und 18. Jahrhundert ließ man in aristokratischen Häusern als Innendekoration Ahnengalerien oder Königsgalerien ausgestalten. Das war teils Ausdruck aristokratischen Selbstbewusstseins, teils bildliche Darstellung der Geschichtsauffassung. Das Besondere an der Gödöllõer Bilderserie ist, dass Grassalkovich für diesen Zweck ein separates Gebäude errichten ließ, in dem er die vollständige Geschichte mittels der fast vollständigen Reihe der Herrscher darstellen wollte. Der Pavillon wurde auf einer künstlichen Anhöhe, auf dem sogenannten Krönungshügel gebaut. (Ursprünglich erhielt jener Ort diese Bezeichnung, auf den der neue König im Rahmen der Krönungszeremonie hinaufritt und wo er - sein Schwert in die vier Himmelsrichtungen schwingend - verkündete, dass er das Land gegen Angreifer aus allen Richtungen verteidigen wolle.)

Die 54, in die Holzverkleidung des Pavillons eingelassenen Ölgemälde stellen die Führer und Könige in einer einheitlichen Struktur in einem mit Lorbeerkranz und Inschriften komponierten Rahmen dar. Das Inschriftenband zeigt ihre lateinischen Namen, ihre Nummer unter den ungarischen Herrschern und ihre Regierungszeiten. Die Portraits der bedeutenderen Herrscher wurden in vergrößertem Maße gefertigt, und erhielten besondere Plätze über Türen und Fenstern. Das Portrait des Führers Attila über dem Nordeingang eröffnet die Reihe. Unter ihm folgt der Führer Keve, dann rechts von ihm sind die Gemälde ringsherum chronologisch angeordnet. (Zum Anfangsgemälde zurück sind sie abwärts spiralförmig aneinander gereiht.)

Während der Freiheitskämpfe 1848-1849 wurde ein Teil der Gemälde beschädigt. Der neue Eigentümer des Schlosses, Baron Simon Sina, ließ den Pavillon 1857 für den Besuch von Franz Joseph I. renovieren. Er ließ Kopien der beschädigten Bilder malen und die schon vorhandene Reihe durch neue Bilder von Herrschern aus den vorausgegangenen fast hundert Jahren vervollständigen.

In der 1867 beginnenden königlichen Epoche des Schlosses befand sich der Pavillon in diesem Zustand und konnte auch besichtigt werden. Nach dem Tod von Königin Elisabeth (1898) wurden die Portraits aber in den Budaer Königspalast gebracht. Von hier gelangten 14 Gemälde ins Nationalmuseum. (Wo die anderen Bilder sind, ist nicht bekannt.)

Das Gebäude wurde 2002 renoviert. Die Bilderserie wurde mit Fototechnik reproduziert. Neben den Kopien der übrig gebliebenen Gemälde sind aufgrund von Stichen und anderen Darstellungen vergrößerte und kolorierte Bilder zu sehen. Der Pavillon auf dem Krönungshügel wurde im Dezember 2004 wieder eröffnet. Er ist mit einer Eintrittskarte ins Museum, im Rahmen einer Führung zu besichtigen.

 





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